25 Jahre voller Einsatz für Hinterbrühl


1989: Die ÖVP regierte mit einer satten Mehrheit von 70%.
Sie traf mit 17 von 23 Mandaten alle Entscheidungen in Hinterbrühl, ohne Rücksicht auf die Meinung der Bürger und auf die Opposition.

Nach dem sensationellen Wahlerfolg bei der Gemeinderatswahl 1990 (v.l.n.r).: Robert Dorner, Bürgerlisten-Gründer Thomas Prantner, Edi Gwozdz, Hans-Jörg Brückner und Kurt Stättner feiern im „Pfiff“.

Einsatz für die Umwelt: Thomas Prantner, Robert Dorner und Franz Balladran nehmen 1991 aus den Händen des damaligen LH-Stv. Erwin Pröll den Umweltpreis des Landes für die Räumung des Moargrabens in Weissenbach entgegen.

Arbeitsklausur 1995. Vorne (v.l.n.r.): Isabella Zörner-Schmelz, Thomas Prantner, Erika Weindl. 2. Reihe: Robert Dorner, Michael Fichtinger, Philipp Lütgendorf, Ferdinand Szuppin, Ing. Erhard Fischer.

1999, auf der Autobahnbrücke in Sparbach: Demonstration für Lärmschutzmaßnahmen. Günter J. Kuskardy, Michael Fichtinger, Ing. Erhard Fischer und DI Dr. Hellfried Aubauer. Tatsächlich wurden in den folgenden Jahren Lärmschutzwände errichtet.

Kompetente Arbeit: Michael Fichtinger, für den Bau des Kindergartens zuständig, mit LH Dr. Erwin Pröll bei der Eröffnung (2001)

Sozialaktionen. Unterstützung für alle, die Hilfe brauchen: Im Bild Dir. Ulrike Bürger vom Heilpädagogischen Zentrum mit Michael Fichtinger und Johanna Lütgendorf (2012)

In vielen Bereichen der Gemeindepolitik herrschte Unzufriedenheit bei vielen Menschen – besonders kritisiert wurde die mangelnde Nahversorgungsqualität, der Umgang der Gemeindepolitiker mit Bürgeranliegen, die Umwelt- und Ortsbildsituation sowie die fehlenden Lärmschutzmaßnahmen, speziell in den Katastralgemeinden Weissenbach und Sparbach. Dazu kamen Missstände im Bereich der Verwaltung, etwa bei Wohnungsvergaben oder bei Auftragsvergaben für öffentliche Bauprojekte.


Wie die Unabhängige Bürgerliste entstand

Diese Situation ließ im Sommer 1989 bei Thomas Prantner im Gespräch mit Freunden den Gedanken reifen, in Hinterbrühl eine Bürgerliste zu gründen.

Da die Freundesrunde aus dem bürgerlichen Lager stammte, wurde beschlossen, zunächst an Bürgermeister Ferdinand Manndorff (ÖVP) den Gedanken heranzutragen, bei der Gemeinderatswahl 1990 im Rahmen der ÖVP-Liste zu kandidieren und künftig als unabhängige Mandatare innerhalb der ÖVP-Fraktion an der Gestaltung einer neuen Gemeindepolitik mitzuwirken.


Schon vor der Wahl 1990: ÖVP wollte keine Öffnung

Manndorff zeigte sich nicht abgeneigt, seine Partei für neue Ideen zu öffnen, scheiterte mit seiner Absicht jedoch am Widerstand aus dem mächtigen Hinterbrühler ÖVP-Parteiapparat, in dem manche um Posten und Einfluss bangten, und das Projekt wurde gestoppt.

Mit dieser Absage waren die Weichen für die Gründung der Unabhängigen Bürgerliste endgültig gestellt.


Gründungsversammlung in Gaaden

Der Beschluss Prantners und seiner Freunde, bei der Gemeinderatswahl 1990 als eigenständige und unabhängige Gruppe zu kandidieren, verbreitete sich im Ort wie ein Lauffeuer und immer mehr Bürger schlossen sich der neuen Bewegung als Unterstützer und Kandidaten an.

Ende November 1989 fand dann die Gründungsversammlung der Unabhängigen Bürgerliste im Gaadener Gasthaus „Zur Krone“ statt.


Mit klarem Wahlprogramm zum Sensationserfolg

Das Wahlprogramm der Unabhängigen Bürgerliste 1990 umfasste eine einzige A4-Seite mit drei zentralen Punkten:

1. Gegen Parteipolitik und Misswirtschaft in der Gemeinde, mehr Objektivität und Transparenz bei Auftrags- und Wohnungsvergaben, frischen Wind in den Gemeinderat durch neue unabhängige Kräfte.

2. Für ein schöneres Ortsbild, für Umwelt- und Lärmschutz.

3. Verbesserung der Nahversorgung, für die Errichtung eines modernen Nahversorgungs-Marktes (BILLA).

Kurz vor der Gemeinderatswahl genehmigte Bürgermeister Manndorff die Errichtung des Supermarkts BILLA, den die ÖVP in den Monaten und Jahren zuvor heftig bekämpft und im Gemeinderat blockiert hatte. Damit hatte die Unabhängige Bürgerliste den ersten Erfolg für Hinterbrühl erreicht, noch bevor die Wahl geschlagen war.

Am 25. März 1990 fand dann die Gemeinderatswahl statt. Nach Auszählung der Stimmen war die Sensation perfekt: Mit 531 Stimmen und 22,6% war die Unabhängige Bürgerliste klarer Wahlsieger und zweitstärkste Fraktion im Hinterbrühler Gemeinderat.

Mit dieser Gemeinderatswahl wurde ein neues Kapitel in der Hinterbrühler Gemeindepolitik aufgeschlagen, das bis heute andauert.


25 Jahre zweitstärkste Kraft im Gemeinderat

Seit nunmehr 25 Jahren engagieren sich in der Unabhängigen Bürgerliste parteiunabhängige Menschen für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Hinterbrühl, Weissenbach und Sparbach – ohne Vorurteile, ohne politische Scheuklappen, ohne auf irgendwelche Parteiapparate, -interessen oder -ideologien Rücksicht nehmen zu müssen.


Unabhängige Bürgerliste: Auf der Seite der Bürger

Mit großem Engagement für die Anliegen der Bürger, für mehr Lebensqualität, für soziale Anliegen, für den Schutz von Natur, Umwelt und Ortsbild erwarb die Unabhängige Bürgerliste die Anerkennung und das Vertrauen vieler Menschen und ist mit einem Viertel der Wählerstimmen unangefochten die zweitstärkste Fraktion im Hinterbrühler Gemeinderat.

Daten & Fakten




Bürgerlisten-Gemeinderäte 1990–2015


1990–1995

Thomas Prantner

Eduard Gwozdz

Hans Jörg Brückner

Robert Dorner

Mag. Kurt Stättner
ab 4/1990 Dr. Elisabeth Stanek-Noverka
ab 9/1990 Philipp Lütgendorf


1995–2000

Thomas Prantner
ab 11/1998 DI Dr. Hellfried Aubauer

Robert Dorner
ab 3/1996 Günter Kuskardy
ab 11/1999 Ursula Lefèvre

Philipp Lütgendorf

Erika Weindl

Ing. Erhard Fischer

Isabella Zörner-Schmelz
ab 11/1998 Johanna Lütgendorf

Michael Fichtinger


2000–2010

Michael Fichtinger

DI Dr. Hellfried Aubauer

Ursula Lefèvre

Erika Weindl
ab 2/2004 DI Herwig Mang

Philipp Lütgendorf

Dr. Simona Kerres-Denkstein

Johanna Lütgendorf


2005–2010

Michael Fichtinger

Ursula Lefèvre

Ferdinand Szuppin

Johanna Lütgendorf

DI Herwig Mang,
ab 6. März 2007 Eveline Krenn

Dr. Simona Kerres-Denkstein


2010–2015

Michael Fichtinger

Johanna Lütgendorf

Ferdinand Szuppin

Christine Neumann

Eveline Krenn
ab 7/2011 Mag. Ing. Susanne Halat

Mag. Kurt Stättner

 

25 Jahre